Reflexionen › Kinder

 Kinder

„Wie der Mond die Strahlen der Sonne spiegelt, spiegeln Kinder das Licht der Liebe“
Andreas Tenzer

Kinder starten offen und neugierig ins Leben.  Erst durch die äußeren Einflüsse entstehen Ängste und Vorurteile im Kind – und genau hier kann man mit der Balance Kinesiologie das Kind unterstützen.

Persönliche Fähigkeiten und Stärken sind wichtige Säulen, auf denen das Selbstbewusstsein ruht. Eltern, die ihre Kinder viel ausprobieren lassen, ihnen „Fehler“ auf ihrem Lernweg zugestehen und ihre Eigenständigkeit fördern, machen ihnen Mut und stärken ihr Selbst. Es ist schön zu sehen, was Kinder noch alles in sich haben. Kinder benötigen Bezugspersonen, die sie und ihre persönlichen Stärken (an-) erkennen, fördern und wertschätzen.

Leider verhält es nicht immer so. Unsere Gesellschaft denkt immer weniger an die Bedürfnisse unserer Kinder. Viele Kinder wachsen ohne Ansprechpartner auf, oder es geschehen Kindesmisshandlungen, Kinder werden abgeschoben weil keine Zeit ist, da beide Eltern arbeiten müssen und, und …                                                                                                                          

Wegen fehlender Plätze für Kinder, fehlender Aufmerksamkeit, fehlender Wertschätzung,  fehlender Verständnisses und letztendlich wegen fehlender Liebe geht es den Kindern oft nicht gut. Wenn die Kinder einfach nur ausgelassen herum toben, so wird das oft schon als Lärmbelästigung angesehen.

Das ist das Traurige an der Geschichte: dass Kinder nicht mehr Kinder sein dürfen. Dabei sind wir Erwachsenen doch auch Kinder gewesen bzw. haben wir immer das Kind noch in uns!


„In den Kindern erlebt man sein eigenes  Leben und erst jetzt versteht man es ganz“
Soren Kierkegaard


Es gibt verschiedene Auslöser

  • Blockaden 
  • Glaubenssätze
  • Verstrickungen
  • Unterdrückte Gefühle
  • Traumen …

die für Probleme wie:    

  • Krankheitsbilder
  • Schulische Leistungen
  • Ängste
  • Süchte
  • Stress
  • Ess-Störungen
  • Allergien
  • Konzentrationsstörung
  • uvm…

im Alltag verantwortlich sein können.

Es gibt so viele Situationen wo Kinder ganz anders reagieren wie wir Erwachsenen das denken würden. 

Ein Beispiel:
Wenn ein Vater sich einen ganzen Tag lang für sein Kind Zeit nimmt, sie spielen, sie basteln, sie kuscheln, er ist den ganzen Tag verfügbar und dann möchte der Vater sich kurz Zeit nehmen für die 20.00 Uhr Nachrichten; was wird das Kind sagen? ‚Papa du hast nie Zeit für mich, immer musst du fernsehen!‘

In den Gedanken des Kindes bleiben diese 5 Minuten, in den der Vater keine Zeit hatte damit verfestigt sich ein Gefühl der Zurückweisung. Doch Kinder müssen auch mit solchen Situationen konfrontiert werden, damit sie auch ihre eigenen Erfahrungen machen.

Bei Kindern ist es unterschiedlich, in welchen Alter man gut mit ihnen arbeiten kann. Im Durchschnitt nimmat man ein Mindestalter von 8 Jahren an, es ist aber auch jüngeren Kindern möglich, abhängig davon, wie (aufnahme)bereit sie schon sind Man kann mit Hilfe einer Surrogat-Testung (lat. Surrogatus=Ersatz, Ersatzperson) kleineren Kindern helfen.

Bei der Sitzung selbst kann das Kind selber entscheiden, ob ein Elternteil dabei sein soll oder nicht.  Für gewöhnlich ist es gut, wenn ein Elternteil dabei ist, vor allem bei kleineren Kindern. Das hat mehrere Gründe: 

  • Zum Schutz des Kindes (fühlt sich wohler, wenn eine Vertrauensperson dabei ist)
  • Zum Erarbeiten der Vergangenheitskontexte (Kinder können sich schwer erinnern)
  • Dem anwesenden Elternteil wird bewusst, wie sich eigenes Verhalten auf das Kind auswirkt

Ideal wäre es, wenn das Kind schon selber Antworten auf die Fragen parat hat. Auch dabei ist es gut, wenn ein Elternteil dabei ist;  es ist dabei enorm wichtig darauf zu achten, was im Beisein des Kindes gesprochen wird. Das Kind nicht gut fühlen wenn die Mama sagt:  ‚er/sie macht das und das, oder er/sie ist nicht gut in der Schule, …‘

Man sollte überhaupt darauf achten, was man im Beisein des Kindes über das Kind sagt. Stellen sie sich diese Situation vor: es stehen 2 Erwachsene und ein Kind, sagen wir im Alter von 8 Jahren, beisammen und die Mutter sagt zur anderen Person: ‚mein Kind es ist so hippelig und kann nicht ruhig sitzen und es ist Bettnässer; und das ist nicht in Ordnung wie es ist und das nicht und das nicht …‘

Was würde in ihnen vorgehen, wenn neben ihnen so über sie geredet wird?  
Genau! Es wäre nicht gut fürs (Selbst)Vertrauen oder für die (Selbst)Sicherheit.

Man kann, ja man sollte im Gespräch ruhig mit dem Kind reden und die Mutter mit einbeziehen. Es ist positiv, wenn die Aufmerksamkeit dem Kind gilt, denn dann fühlt es sich gut aufgehoben und wird mit seinen Problemen ernst genommen .

Wenn das Kind dann kein Interresse am Reden zeigt, ist es hilfreich, beispielsweise etwas zu malen oder ein Spielzeug anbieten zu können.  

Mit Kindern kann man in der Ressourcenarbeit sehr gut mit Methaphern, mit Geschichten, Actionfiguren, oder sonstige Gegenständen aus der Vorstellungswelt arbeiten. Mit Handpuppen kann man die kleineren Kinder außerordentlich begeistern.
  
Beispiele dafür:

  • Was würde Superman jetzt machen?
  • Wenn du ein Pokemon sein könntest, welches wärst du gerne und welche Kräfte hättest du gerne?
  • Was kann dein bester Freund was du auch gern könntest?
  • Was würdest du dir wünschen wenn du Merlin begegnest?

Die meisten Kinder sprechen sehr gut auf Tranceinduktionen an und lieben Geschichten, Metaphern und Rollenspiele. Als Kinesiologe/in sollte man unbedingt darauf achten, dem Kind eine Ressource zu Verfügung zu stellen, die es immer wieder selbst abrufen kann. 

Die Länge der Sitzung ist sehr vom Kind abhängig, meistens geht es bei Kindern schneller, da sie gleich am Punkt sind. Ansonsten ist der Ablauf der Balance Kinesiologie so wie div. Entstressungsmethoden gleich wie bei einer Testung beim Erwachsenen.                       

Für das Kind soll die Lösung annehmbar und lebbar sein! 

Man sollte auch nicht um den heißen Brei herrumreden, nur das was nötig ist, nicht bohren. Es wäre auch gut mit dem Kind sehr ressourcenorientiert ( was braucht es das es dem Kind gut geht) zu arbeiten. Mit der Vergangenheit oder mit dem Pastlife können Kinder wenig anfangen, da sehr minimal vorgehen.


„Drei Dinge sind aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder“
Dante Alighieri


Bei Kindern macht sich gleich nach der Sitzung etwas bemerkbar: sie werden müde und bekommen Durst und Hunger. Außerdem arbeitet die Sitzung bei Kindern noch einige Tage lang nach, es kann dabei auch zu einer Erstverschlechterung kommen. Doch auch das ist ein gutes Zeichen, denn es beginnt sich etwas zu bewegen.                                                                                 

Manchen Kindern gefällt es, wenn man ihnen eine Übung für zu Hause mitgibt.

z.b.

  • div. Klopf-Techniken
  • Übung aus dem Brain Gym
  • Übung aus dem Joga
  • Aber auch Fantasiereisen
  • …..